AGB

  1. Geltung, Vertragsabschluss:
    1.1 Marcus Wildelau (im Folgenden „Filmproduzent“) erbringt seine Leistungen ausschließlich auf der Grundlage der nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese gelten für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Filmproduzenten und dem Kunden, selbst wenn nicht ausdrücklich auf sie Bezug genommen wird.
    1.2 Etwaige Geschäftsbedingungen des Kunden werden, selbst bei Kenntnis, nicht akzeptiert, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich und schriftlich anderes vereinbart wird. Eines weiteren Widerspruchs gegen die AGB des Kunden durch den Filmproduzenten bedarf es nicht.
    1.3 Änderungen der AGB werden dem Kunden bekannt gegeben und gelten als vereinbart, wenn der Kunde den geänderten AGB nicht schriftlich binnen 14 Tagen widerspricht; auf die Bedeutung des Schweigens wird der Kunde in der Verständigung ausdrücklich hingewiesen.
    1.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein, so berührt dies die Verbindlichkeit der übrigen Bestimmungen und der unter ihrer Zugrundelegung geschlossenen Verträge nicht. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame, die dem Sinn und Zweck am nächsten kommt, zu ersetzen.
    1.5 Die Angebote des Filmproduzenten sind freibleibend und unverbindlich.
    1.6 Der Filmproduzent nimmt Bestellungen durch schriftliche Auftragsbestätigung oder Bestätigung der Angebotsannahme durch den Kunden an. Es ist für den Kunden zu beachten, dass ein schriftlich angenommens Angebot durch Kunden gleichzeitg die Auftragsvergabe an den Filmproduzenten ist.
    1.7 Nach Auftragsvergabe wird mit der Umsetzung durch den Filmproduzenten umgehend begonnen. Alle anderen Verfahren zur Umsetzung, etwa ein verzögerter Beginn oder eine Teilverzögerung eines Postens innerhalb des Auftrages bedürfen einer in beiderseitigem Einvernehmen individuell erstellten Regelung zwischen Kunden und Filmproduzenten, die innerhalb des Auftrages dezidiert aufgeführt werden muss.

  2. Social Media Kanäle:
    Die Filmproduktion weist den Kunden vor Auftragserteilung ausdrücklich darauf hin, dass die Anbieter von „Social-Media-Kanälen“ (z.B. Instagram, im Folgenden kurz: Anbieter) es sich in ihren Nutzungsbedingungen vorbehalten, Werbeanzeigen und -auftritte aus beliebigen Grund abzulehnen oder zu entfernen. Die Anbieter sind demnach nicht verpflichtet, Inhalte und Informationen an die Nutzer weiterzuleiten. Es besteht daher das vom Filmproduzenten nicht kalkulierbare Risiko, dass Werbeanzeigen und -auftritte grundlos entfernt werden. Im Fall einer Beschwerde eines anderen Nutzers wird zwar von den Anbietern die Möglichkeit einer Gegendarstellung eingeräumt, doch erfolgt auch in diesem Fall eine sofortige Entfernung der Inhalte. Die Wiedererlangung des ursprünglichen, rechtmäßigen Zustandes kann in diesem Fall einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Filmproduzent arbeitet auf der Grundlage dieser Nutzungsbedingungen der Anbieter, auf die er keinen Einfluss hat, und legt diese auch einem Auftrag des Kunden zu Grunde. Ausdrücklich anerkennt der Kunde mit der Auftragserteilung, dass diese Nutzungsbedingungen die Rechte und Pflichten eines etwaigen Vertragsverhältnisses (mit-)bestimmen. Der Filmproduzent beabsichtigt, den Auftrag des Kunden nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen und die Richtlinien von „Social Media Kanälen“ einzuhalten. Aufgrund der derzeit gültigen Nutzungsbedingungen und der einfachen Möglichkeit jedes Nutzers, Rechtsverletzungen zu behaupten und so eine Entfernung der Inhalte zu erreichen, kann der Filmproduzent aber nicht dafür einstehen, dass die beauftragte Kampagne auch jederzeit abrufbar ist.

  3. Konzept- und Ideenschutz:
    Hat der potentielle Kunde den Filmproduzenten vorab bereits eingeladen, ein Konzept zu erstellen, und kommt der Filmproduzent dieser Einladung noch vor Abschluss des Hauptvertrages nach, so gilt nachstehende Regelung:
    3.1 Bereits durch die Einladung und die Annahme der Einladung durch den Filmproduzenten treten der potentielle Kunde und der Filmproduzent in ein Vertragsverhältnis („Pitching-Vertrag“). Auch diesem Vertrag liegen die AGB zu Grunde.
    3.2 Der potentielle Kunde anerkennt, dass der Filmproduzent bereits mit der Konzepterarbeitung kostenintensive Vorleistungen erbringt, obwohl er selbst noch keine Leistungspflichten übernommen hat.
    3.3 Das Konzept untersteht in seinen sprachlichen und grafischen Teilen, soweit diese Werkhöhe erreichen, dem Schutz des Urheberrechtsgesetzes. Eine Nutzung und Bearbeitung dieser Teile ohne Zustimmung des Filmproduzenten ist dem potentiellen Kunden schon auf Grund des Urheberrechtsgesetzes nicht gestattet.
    3.4 Das Konzept enthält darüber hinaus werberelevante Ideen, die keine Werkhöhe erreichen und damit nicht den Schutz des Urheberrechtsgesetzes genießen. Diese Ideen stehen am Anfang jedes Schaffensprozesses und können als zündender Funke alles später Hervorgebrachten und somit als Ursprung von Vermarktungsstrategie definiert werden. Daher sind jene Elemente des Konzeptes geschützt, die eigenartig sind und der Vermarktungsstrategie ihre charakteristische Prägung geben. Als Idee im Sinne dieser Vereinbarung werden insbesondere Werbeschlagwörter, Werbetexte, Grafiken und Illustrationen, Werbemittel und Kampagnenideen wie etwa auch die Nennung von möglichen Aufführungsorten für Premieren, Premierenfeiern usw. angesehen, auch wenn sie keine Werkhöhe erreichen.
    3.5 Der potentielle Kunde verpflichtet sich, es zu unterlassen, diese vom Filmproduzenten im Zuge des Konzeptes präsentierten kreativen Werbeideen außerhalb des Korrektivs eines später abzuschließenden Hauptvertrages wirtschaftlich zu verwerten bzw. verwerten zu lassen oder zu nutzen bzw. nutzen zu lassen.
    3.6 Sofern der potentielle Kunde der Meinung ist, dass ihm vom Filmproduzenten Ideen präsentiert wurden, auf die er bereits vor der Präsentation gekommen ist, so hat er dies dem Filmproduzenten binnen 14 Tagen nach dem Tag der Präsentation per E-Mail unter Anführung von Beweismitteln, die eine zeitliche Zuordnung erlauben, bekannt zu geben.
    3.7 Im gegenteiligen Fall gehen die Vertragsparteien davon aus, dass der Filmproduzent dem potentiellen Kunden eine für ihn neue Idee präsentiert hat. Wird die Idee vom Kunden verwendet, so ist davon auszugehen, dass der Filmproduzent dabei verdienstlich wurde.
    3.8 Der potentielle Kunde kann sich von seinen Verpflichtungen aus diesem Punkt durch Zahlung einer angemessenen Entschädigung zuzüglich 7 % Umsatzsteuer befreien. Die Befreiung tritt erst nach vollständigem Eingang der Zahlung der Entschädigung beim Filmproduzenten ein.
    3.9 Der potentielle Kunde verpflichtet sich, bei Korrespondenzen und persönlichen Abstimmungen im Zuge eines Projektes oder eines Pitchings immer nur direkt mit dem Filmproduzenten zu kommunizieren und nicht Dritte oder Partnerorganisationen der Filmproduktion, die bei Koproduktionen oder Kooperationen vor oder während der Produktion vorstellig werden oder indirekt an den Verhandlungen für einen möglichen Auftrag oder bei der Umsetzung eines Auftrages beteiligt sind, ohne das Wissen der Filmproduktion zu adressieren.

  4. Leistungsumfang, Auftragsabwicklung und Mitwirkungspflichten des Kunden:
    4.1 Der Umfang der zu erbringenden Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung im Filmproduktionsvertrag oder einer eventuellen Auftragsbestätigung durch den Filmproduzenten, sowie einem eventuellen Briefingprotokoll („Angebotsunterlagen“). Nachträgliche Änderungen des Leistungsinhaltes bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch den Filmproduzenten. Innerhalb des vom Kunden vorgegeben Rahmens besteht bei der Erfüllung des Auftrages Gestaltungsfreiheit des Filmproduzent.
    4.2 Alle Leistungen des Filmproduzenten sind vom Kunden zu überprüfen und von ihm binnen drei Werktagen ab Eingang beim Kunden freizugeben. Bei nicht rechtzeitiger Freigabe gelten sie als vom Kunden genehmigt.
    4.3 Der Kunde wird dem Filmproduzenten zeitgerecht und vollständig alle Informationen und Unterlagen zugänglich machen, die für die Erbringung der Leistung erforderlich sind. Er wird ihn von allen Umständen informieren, die für die Durchführung des Auftrages von Bedeutung sind, auch wenn diese erst während der Durchführung des Auftrages bekannt werden. Der Kunde trägt den Aufwand, der dadurch entsteht, dass Arbeiten infolge seiner unrichtigen, unvollständigen oder nachträglich geänderten Angaben vom Filmproduzenten wiederholt werden müssen oder verzögert werden.
    4.4 Der Kunde ist weiters verpflichtet, die für die Durchführung des Auftrages zur Verfügung gestellten Unterlagen (Fotos, Logos etc.) auf etwaige Urheber-, Marken-, Kennzeichenrechte oder sonstige Rechte Dritter zu prüfen (Rechteclearing) und garantiert das die Unterlagen frei von Rechten Dritter sind und daher für den angestrebten Zweck eingesetzt werden können. Der Filmproduzent haftet im Falle bloß leichter Fahrlässigkeit oder nach Erfüllung ihrer Warnpflicht – jedenfalls im Innenverhältnis zum Kunden – nicht wegen einer Verletzung derartiger Rechte Dritter durch zur Verfügung gestellte Unterlagen. Wird der Filmproduzent wegen einer solchen Rechtsverletzung von einem Dritten in Anspruch genommen, so hält der Kunde den Filmproduzenten schad- und klaglos; er hat ihr sämtliche Nachteile zu ersetzen, die ihr durch eine Inanspruchnahme Dritter entstehen, insbesondere die Kosten einer angemessenen rechtlichen Vertretung. Der Kunde verpflichtet sich, den Filmproduzenten bei der Abwehr von etwaigen Ansprüchen Dritter zu unterstützen. Der Kunde stellt dem Filmproduzenten hierfür unaufgefordert sämtliche Unterlagen zur Verfügung.

  5. Fremdleistungen / Beauftragung Dritter:
    5.1 Der Filmproduzent ist nach freiem Ermessen berechtigt, die Leistung selbst auszuführen, sich bei der Erbringung von vertragsgegenständlichen Leistungen sachkundiger Dritter als Erfüllungsgehilfen zu bedienen und/oder derartige Leistungen zu substituieren („Fremdleistung“).
    5.2 Die Beauftragung von Dritten im Rahmen einer Fremdleistung erfolgt entweder im eigenen Namen oder im Namen des Kunden. Der Filmproduzent wird diesen Dritten sorgfältig auswählen und darauf achten, dass dieser über die erforderliche fachliche Qualifikation verfügt.
    5.3 Soweit der Filmproduzent notwendige oder vereinbarte Fremdleistungen in Auftrag gibt, sind die jeweiligen Auftragnehmer keine Erfüllungsgehilfen des Filmproduzenten.
    5.4 In Verpflichtungen gegenüber Dritten, die über die Vertragslaufzeit hinausgehen, hat der Kunde einzutreten. Das gilt ausdrücklich auch im Falle einer Kündigung des Filmproduktionsvertrages aus wichtigem Grund.

  6. Termine:
    6.1 Angegebene Liefer- oder Leistungsfristen gelten, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart, nur als annähernd und unverbindlich. Verbindliche Terminabsprachen sind schriftlich festzuhalten bzw. vom Filmproduzenten schriftlich zu bestätigen.
    6.2 Verzögert sich die Lieferung/Leistung des Filmproduzenten aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, wie z.B. Ereignisse höherer Gewalt und andere unvorhersehbare, mit zumutbaren Mitteln nicht abwendbare Ereignisse, ruhen die Leistungsverpflichtungen für die Dauer und im Umfang des Hindernisses und verlängern sich die Fristen entsprechend. Sofern solche Verzögerungen mehr als zwei Monate andauern, sind der Kunde und der Filmproduzent berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.
    6.3 Befindet sich der Filmproduzent in Verzug, so kann der Kunde vom Vertrag nur zurücktreten, nachdem er dem Filmproduzenten schriftlich eine angemessene Nachfrist von zumindest 14 Tagen gesetzt hat und diese fruchtlos verstrichen ist. Schadenersatzansprüche des Kunden wegen Nichterfüllung oder Verzug sind ausgeschlossen, ausgenommen bei Nachweis von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

  7. Vorzeitige Auflösung:
    7.1 Der Filmproduzent ist berechtigt, den Vertrag aus wichtigen Gründen mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn a) die Ausführung der Leistung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, unmöglich wird oder trotz Setzung einer Nachfrist von 14 Tagen weiter verzögert wird; b) der Kunde fortgesetzt, trotz schriftlicher Abmahnung mit einer Nachfristsetzung von 14 Tagen, gegen wesentliche Verpflichtungen aus diesem Vertrag, wie z.B. Zahlung eines fällig gestellten Betrages oder Mitwirkungspflichten, verstößt. c) berechtigte Bedenken hinsichtlich der Bonität des Kunden bestehen und dieser auf Begehren des Filmproduzenten weder Vorauszahlungen leistet noch vor Leistung der Filmproduktion eine taugliche Sicherheit leistet.
    7.2 Der Kunde ist berechtigt, den Vertrag aus wichtigen Gründen ohne Nachfristsetzung aufzulösen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn die Filmproduktion fortgesetzt, trotz schriftlicher Abmahnung mit einer angemessenen Nachfrist von zumindest 14 Tagen zur Behebung des Vertragsverstoßes gegen wesentliche Bestimmungen aus diesem Vertrag verstößt.

  8. Honorar:
    8.1 Wenn nichts anderes vereinbart ist, entsteht der Honoraranspruch des Filmproduzenten für jede einzelne Leistung, sobald diese erbracht wurde. Der Filmproduzent ist berechtigt, zur Deckung ihres Aufwandes Vorschüsse zu verlangen. Bei Neukunden sind 50% der Produktionskosten mit Angebotsannahme binnen fünf Werktagen im Voraus zu entrichten.
    8.2 Das Honorar versteht sich als Netto-Honorar zuzüglich der Umsatzsteuer in gesetzlicher Höhe. Mangels Vereinbarung im Einzelfall hat der Filmproduzent für die erbrachten Leistungen und die Überlassung der urheber- und kennzeichenrechtlichen Nutzungsrechte Anspruch auf Honorar in der marktüblichen Höhe.
    8.3 Alle Leistungen des Filmproduzenten, die nicht ausdrücklich durch das vereinbarte Honorar abgegolten sind, werden gesondert entlohnt. Alle dem Filmproduzenten erwachsenden Barauslagen sind vom Kunden zu ersetzen.
    8.4 Kostenvoranschläge des Filmproduzenten sind unverbindlich. Wenn abzusehen ist, dass die tatsächlichen Kosten die vom Filmproduzenten schriftlich veranschlagten um mehr als 20 % übersteigen, wird der Filmproduzent den Kunden auf die höheren Kosten hinweisen. Die Kostenüberschreitung gilt als vom Kunden genehmigt, wenn der Kunde nicht binnen drei Werktagen nach diesem Hinweis schriftlich widerspricht und gleichzeitig kostengünstigere Alternativen bekannt gibt. Handelt es sich um eine Kostenüberschreitung bis 20 %, ist eine gesonderte Verständigung nicht erforderlich. Diese Kostenvoranschlagsüberschreitung gilt vom Auftraggeber von vornherein als genehmigt.
    8.5 Für alle Arbeiten des Filmproduzenten, die aus welchem Grund auch immer vom Kunden nicht zur Ausführung gebracht werden, gebührt dem Filmproduzenten das vereinbarte Entgelt. Mit der Bezahlung des Entgelts erwirbt der Kunde an bereits erbrachten Arbeiten keinerlei Nutzungsrechte; nicht ausgeführte Konzepte, Entwürfe und sonstige Unterlagen sind vielmehr unverzüglich der Filmproduktion zurückzustellen.

  9. Zahlung, Eigentumsvorbehalt:
    9.1 Das Honorar ist sofort mit Rechnungserhalt und ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nicht im Einzelfall besondere Zahlungsbedingungen schriftlich vereinbart werden. Dies gilt auch für die Weiterverrechnung sämtlicher Barauslagen und sonstiger Aufwendungen. Die vom Filmproduzenten gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Entgelts einschließlich aller Nebenverbindlichkeiten im Eigentum des Filmproduzenten.
    9.2 Bei Zahlungsverzug des Kunden gelten die gesetzlichen Verzugszinsen in der für Unternehmergeschäfte geltenden Höhe. Weiters verpflichtet sich der Kunde für den Fall des Zahlungsverzugs, dem Filmproduzenten die entstehenden Mahn- und Inkassospesen, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig sind, zu ersetzen. Dies umfasst jedenfalls die Kosten zweier Mahnschreiben in marktüblicher Höhe sowie eines Mahnschreibens eines mit der Eintreibung beauftragten Rechtsanwalts. Die Geltendmachung weitergehender Rechte und Forderungen bleibt davon unberührt.
    9.3 Im Falle des Zahlungsverzuges des Kunden kann der Filmproduzent sämtliche, im Rahmen anderer mit dem Kunden abgeschlossener Verträge, erbrachten Leistungen und Teilleistungen sofort fällig stellen.
    9.4 Weiters ist der Filmproduzent nicht verpflichtet, weitere Leistungen bis zur Begleichung des aushaftenden Betrages zu erbringen (Zurückbehaltungsrecht). Die Verpflichtung zur Entgeltzahlung bleibt davon unberührt.
    9.5 Wurde die Bezahlung in Raten vereinbart, so behält sich der Filmproduzent für den Fall der nicht fristgerechten Zahlung von Teilbeträgen oder Nebenforderungen das Recht vor, die sofortige Bezahlung der gesamten noch offenen Schuld zu fordern (Terminverlust).
    9.6 Der Kunde ist nicht berechtigt, mit eigenen Forderungen gegen Forderungen des Filmproduzenten aufzurechnen, außer die Forderung des Kunden wurde vom Filmproduzenten schriftlich anerkannt oder gerichtlich festgestellt.

  10. Eigentumsrecht, Nutzungs- und Urheberrecht:
    10.1 Alle Leistungen des Filmproduzenten, einschließlich jener aus Präsentationen (z.B. Anregungen, Ideen, Skizzen, Vorentwürfe, Skribbles, Konzepte, Fotos, Filme), auch einzelne Teile daraus, bleiben ebenso wie die einzelnen Werkstücke und Entwurfsoriginale im Eigentum des Filmproduzenten und können vom Filmproduzenten jederzeit – insbesondere bei Beendigung des Vertragsverhältnisses – zurückverlangt werden. Der Kunde erwirbt durch Zahlung des Honorars das Recht der Nutzung für den vereinbarten Verwendungszweck. Der Erwerb von Nutzungs- und Verwertungsrechten an Leistungen des Filmproduzenten setzt in jedem Fall die vollständige Bezahlung der vom Filmproduzenten dafür in Rechnung gestellten Honorare voraus. Nutzt der Kunde bereits vor diesem Zeitpunkt die Leistungen des Filmproduzenten, so beruht diese Nutzung auf einem jederzeit widerrufbaren Leihverhältnis. Bei Zahlungsverzug oder bei Zahlungsunfähigkeit oder dem Verdacht auf Zahlungsunfähigkeit darf dder Filmproduzent bis zur vollständigen Zahlung die Nutzung des vom Kunden bereits veröffentlichtem Materials mit sofortiger Wirkung untersagen.
    10.2 Änderungen bzw. Bearbeitungen von Leistungen des Filmproduzenten, wie insbesondere deren Weiterentwicklung durch den Kunden oder durch für diesen tätige Dritte, sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Filmproduzenten und – soweit die Leistungen urheberrechtlich geschützt sind – des Urhebers zulässig.
    10.3 Für die Nutzung von Leistungen des Filmproduzenten, die über den ursprünglich vereinbarten Zweck und Nutzungsumfang hinausgeht, ist – unabhängig davon, ob diese Leistung urheberrechtlich geschützt ist –ist die Zustimmung des Filmproduzenten erforderlich. Dafür steht dem Filmproduzenten und dem Urheber eine gesonderte angemessene Vergütung zu.
    10.4 Für die Nutzung von Leistungen des Filmproduzenten bzw. von Werbemitteln, für die der Filmproduzent konzeptuelle oder gestalterische Vorlagen erarbeitet hat, ist nach Ablauf des Filmproduktionsvertrages unabhängig davon, ob diese Leistung urheberrechtlich geschützt ist oder nicht – ebenfalls die Zustimmung des Filmproduzenten notwendig.
    10.5 Das Rohmaterial, das mit den Produktionsmitteln des Filmproduzenten erstellt wurde, verbleibt als geistiges und materielles Eigentum beim Filmproduzenten und wird nicht an den Kunden weitergegeben. Sollte der Kunde das Rohmaterial vollumfänglich erwerben wollen, besteht grundsätzlich die Möglichkeit eines Buyouts. Dies muss individuell verhandelt werden.
    10.6 Der Kunde ist nicht berechtigt, das ihm vom Filmproduzenten übertragene Nutzungsrecht für vom Filmproduzenten erstellte Produkte an Dritte weiterzugeben. Hierzu muss zwischen allen weiteren Nutzern und dem Filmproduzenten eine individuelle Nutzungsvereinbarung getroffen werden, die ggf. kostenpflichtig ist.
    10.7 Dem Kunden ist es nicht gestattet, die Produkte, die durch den Filmproduzenten erstellt worden sind (z. B. Filme, Drehbücher, Fotos, Konzepte etc.) selbständig zu verändern oder umzugestalten also etwa umzuschneiden, farblich zu verändern oder selbstämdig einen Filmschnitt/Umschnitt aus dem ausglieferten Film anzufertigen. Diese Reglung betrifft auch das ausgelieferte Filmformat. Es dürfen vom Kunden oder Dritten keine Umgestaltungen hinsichtlich des ursprünglich ausgelieferten Filmformates etwa ein Beschnitt des Filmes durch Umwandlung von horizontalen Formaten in vertikale unternommen werden. Dies ist allein das Recht und die Pflicht des Filmproduzenten. Es dürfen auch auf der Tonspur keinerlei Änderungen vom Kunden, sondern nur vom Filmproduzenten vorgenommen werden. Bei Zuwiderhandlungen seitens des Kunden ist der Filmproduzent berechtigt, vom Kunden das sofortige Beenden der Nutzung des vom Kunden veränderten Produktes des Filmproduzenten zu verlangen. Der Kunde hat das betreffende Produkt umgehend von allen Nutzungsplattformen zu entfernen und zu löschen. Kommt der Kunde dieser Aufforderung nicht binnen drei Werktagen nach, sind Schadensersatzforderungen seitens des Filmproduzenten statthaft.

  11. Kennzeichnung:
    11.1 Der Filmproduzent ist berechtigt, auf allen Werbemitteln und bei allen Werbemaßnahmen auf die Filmproduktion und allenfalls auf den Urheber hinzuweisen, ohne dass dem Kunden dafür ein Entgeltanspruch zusteht.
    11.2 Der Filmproduzent ist vorbehaltlich des jederzeit möglichen, schriftlichen Widerrufs des Kunden dazu berechtigt, auf eigenen Werbeträgern und insbesondere auf ihrer Internet-Website mit Namen und Firmenlogo auf die zum Kunden bestehende oder vormalige Geschäftsbeziehung hinzuweisen (Referenzhinweis).

  12. Gewährleistung:
    12.1 Der Kunde hat etwaige Mängel unverzüglich, jedenfalls innerhalb von acht Tagen nach Lieferung/Leistung durch den Filmproduzenten, verdeckte Mängel innerhalb von sieben Tagen nach Erkennen derselben, schriftlich unter Beschreibung des Mangels anzuzeigen; andernfalls gilt die Leistung als genehmigt. In diesem Fall ist die Geltendmachung von Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen sowie das Recht auf Irrtumsanfechtung aufgrund von Mängeln ausgeschlossen.
    12.2 Im Fall berechtigter und rechtzeitiger Mangelrüge steht dem Kunden das Recht auf Verbesserung oder Austausch der Lieferung/Leistung durch den Filmproduzenten zu. Der Filmproduzent wird die Mängel in angemessener Frist beheben, wobei der Kunde dem Filmproduzenten alle zur Untersuchung und Mängelbehebung erforderlichen Maßnahmen ermöglicht. Der Filmproduzent ist berechtigt, die Verbesserung der Leistung zu verweigern, wenn diese unmöglich oder für den Filmproduzenten mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden ist. In diesem Fall stehen dem Kunden die gesetzlichen Wandlungs- oder Minderungsrechte zu. Im Fall der Verbesserung obliegt es dem Auftraggeber die Übermittlung der mangelhaften (körperlichen) Sache auf seine Kosten durchzuführen.
    12.3 Es obliegt auch dem Auftraggeber, die Überprüfung der Leistung auf ihre rechtliche, insbesondere wettbewerbs-, marken-, urheber- und verwaltungsrechtliche Zulässigkeit durchzuführen. Der Filmproduzent ist nur zu einer Grobprüfung der rechtlichen Zulässigkeit verpflichtet. Der Filmproduzent haftet im Falle leichter Fahrlässigkeit oder nach Erfüllung einer etwaigen Warnpflicht gegenüber dem Kunden nicht für die rechtliche Zulässigkeit von Inhalten, wenn diese vom Kunden vorgegeben oder genehmigt wurden.

  13. Haftung und Produkthaftung:
    13.1 In Fällen leichter Fahrlässigkeit ist eine Haftung des Filmproduzenten und die ihrer Angestellten, Auftragnehmer oder sonstigen Erfüllungsgehilfen („Leute“) für Sach- oder Vermögensschäden des Kunden ausgeschlossen, gleichgültig ob es sich um unmittelbare oder mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Mangelfolgeschäden, Schäden wegen Verzugs, Unmöglichkeit, positiver Forderungsverletzung, Verschuldens bei Vertragsabschluss, wegen mangelhafter oder unvollständiger Leistung handelt. Das Vorliegen von grober Fahrlässigkeit hat der Geschädigte zu beweisen. Soweit die Haftung des Filmproduzenten ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung ihrer „Leute“.
    13.2 Jegliche Haftung des Filmproduzenten für Ansprüche, die auf Grund der vom Filmproduzenten erbrachten Leistung (z.B. Werbemaßnahme) gegen den Kunden erhoben werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen, wenn der Filmproduzent seiner Hinweispflicht nachgekommen ist oder eine solche für ihn nicht erkennbar war, wobei leichte Fahrlässigkeit nicht schadet. Insbesondere haftet der Filmproduzent nicht für Prozesskosten, eigene Anwaltskosten des Kunden oder Kosten von Urteilsveröffentlichungen sowie für etwaige Schadenersatzforderungen oder sonstige Ansprüche Dritter; der Kunde hat den Filmproduzenten diesbezüglich schad- und klaglos zu halten.
    13.3 Schadensersatzansprüche des Kunden verfallen in sechs Monaten ab Kenntnis des Schadens; jedenfalls aber nach drei Jahren ab der Verletzungshandlung des Filmproduzenten. Schadenersatzansprüche sind der Höhe nach mit dem Netto-Auftragswert begrenzt.

  14. Datenschutz:
    Der Kunde stimmt zu, dass seine persönlichen Daten, nämlich Name/Firma, Beruf, Geburtsdatum, Firmenbuchnummer, Vertretungsbefugnisse, Ansprechperson, Geschäftsanschrift und sonstige Adressen des Kunden, Telefonnummer, Telefaxnummer, E-Mail-Adresse, Bankverbindungen, Kreditkartendaten, UID-Nummer) zum Zwecke der Vertragserfüllung und Betreuung des Kunden sowie für eigene Werbezwecke, beispielsweise zur Zusendung von Angeboten, Werbeprospekten und Newsletter (in Papier- und elektronischer Form), sowie zum Zwecke des Hinweises auf die zum Kunden bestehende oder vormalige Geschäftsbeziehung (Referenzhinweis) automationsunterstützt ermittelt, gespeichert und verarbeitet werden. Der Auftraggeber ist einverstanden, dass ihm elektronische Post zu Werbezwecken bis auf Widerruf zugesendet wird. Diese Zustimmung kann jederzeit schriftlich mittels E-Mail, oder Brief an die im Kopf der AGB angeführten Kontaktdaten widerrufen werden.

  15. Gerichtsstand:
    16.1 Als Gerichtsstand für alle sich zwischen dem Filmproduzenten und dem Kunden ergebenden Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit diesem Vertragsverhältnis wird das für den Sitz des Filmproduzenten sachlich zuständige Gericht vereinbart. Ungeachtet dessen ist der Filmproduzent berechtigt, den Kunden an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu klagen.
    16.2 Soweit in diesem Vertrag auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung der Bezeichnung auf bestimmte natürliche Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.
    Bielefeld, Januar 2026