Baltic Sea – behind the scenes 3

Carrying a field camera for my series “Baltic Sea – hidden cargo” is no fun. Try to reduce the weight by renouncing on lenses or gear you do not really need. I decided to take two lenses with me (150mm, 90mm), a spotmeter, a sekonic lightmeter, a few film holders, front and rear panels, bellow, hardware, films. Don´t forget the massive tripod. So I was able to get even to remote spots quite quickly.

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Heading back to the car for about 750m through a swedish forest in the evening is no fun, too. Hungry midges all the way made me run like a pro.

BALTIC SEA – behind the scenes 2

June 25, 2016

My tour for “Baltic Sea – hidden cargo” leads through sweden. The lovely country has a long coast. Nuclear power is common in sweden for decades though the majority of the people wanted to leave it since the 1980ies. Nuclear industry knew well how to slow down the exit and has great plans for the nuclear future especially for the final disposal of nuclear waste. Happening so in Forsmark, mid-sweden, where a final nuclear disposal site is planned 500m deep under the surface of two nature reserves called Ängskär and Bondskäret, “famous amongst other things for their genuine, beautiful coastal region and a number of species of orchid such as Adam and Eva.”

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BALTIC SEA – behind the scenes 1

June 21, 2016

The first trip for „Baltic Sea – hidden cargo“ takes me to Northern Germany in the Lübecker Bucht and the Kieler and Flensburger Förde.

All the imagery will be influenced from the type of camera I have chosen. I have worked with many different models so far. I try to imagine how the pictures of the Baltic Sea would look. They would be quiet, perhaps sublime and timeless. The camera would be steady like a rock and will never move. It is not only about resolution but it is about the way to the goal. So I decide to take portraits of the sea with a classic analog view camera.

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The heavy 4×5“ camera inspires me. The bulky system slows my photography down. My sight is on the subject and I can regard it. Releasing the shutter is a minor matter.

The Sinar P 4×5“ is not famous for being a field camera but I like its versatility and reliability. In the next two years I will visit 30 to 40 places where I will take pictures.

It has been a warm summer day when I was waiting for sunset at the Flensburger Förde in the south of the Little Belt. My camera points to the east where the color of the horizon changes every minute.

It´s 21. June so it is the longest day of this year. After sunset at 10:30 p.m. I stay another 2 hours at the beach and take pictures of the horizon which transformed into kind of a fog. Later it appeared again with a stronger shape.

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Flensburger Förde, Little Belt

In 1945 the german Wehrmacht sank about 69.000 Tabun grenades in the south of the Little Belt additionally to 5.000 t bombes and grenades filled with phosgene and tabun. The britsh forces plunged an unknown amount of ammunition in this area in the 1940s after WW2. The 69.000 tabun grenades where lifted in 1959 and 1960 and later sunk again in the Bay of Biscay. Today there are still laying 5.000 t  phosgene and tabun grenades in the Little Belt side by side with the ammunition the british forces dumped.

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I am working on a serious and dedicated photographic portrait of the Baltic Sea. The Baltic Sea is a small and young ocean which arose 10.000 years ago. It extends from Germany to Finland, Sweden and Russia. The Baltic Sea is very popular with tourists who love sailing, swimming or eating fresh seafood. But there is also an unpopular story about it. The sea is quite polluted and carries some irregular and critical cargo since it is surrounded by highly industrialized countries. I want to tell a story of the hidden dangers and secret dumping grounds in the Baltic Sea. A story of human beings who didn´t and don´t care about questioning their habits in order to preserve wildlife and nature. How can we forget about it? Because the trash is invisible. It is hidden in the sea. Out of sight, out of mind. I want to show what people do not like to see. But I won´t dive to muddy grounds or slippery caves. I stay on the surface at the coast and watch out for a special picture. A picture in your mind.

More soon here.

801 Jahre Bielefeld – Heimatbilder

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1. Vielfalt, Eigenart und Schönheit

Die Bewertung der Landschaftsbildqualität in den unterschiedlichen Erlebnisräumen des Planungsgebietes der A33, hier die Reiherbachbrücke im Naturschutzgebiet Schwarzer Venn, erfolgte in der Umweltverträglichkeitsstudie anhand der Parameter Vielfalt, Eigenart und Schönheit.

 

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2. Ein Ort der Menschlichkeit und Hochleistungsmedizin

2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1.300 Betten, fast 47.000 stationäre und über 100.000 ambulante Patienten pro Jahr, 31 Kliniken und Institute sowie etwa 160 Auszubildende: das Klinikum Bielefeld Mitte.

 

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3. 901 mm Niederschlag je Jahr

Ganzjährig herrscht in Sennestadt ein feuchtes Klima mit relativ gleich verteilten Niederschlägen vor. Insgesamt fallen im deutschen Mittel 700 mm je Jahr.

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4. Einer von etwa 300

In Bielefeld steht einer von etwa 300 MediaMärkten bundesweit. Die Slogans sind zum Beispiel: „Ich bin doch nicht blöd!“ oder auch „Saubillig und noch viel mehr“.

 

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5. „Das war ein anderer.“

Der vom Dienst suspendierte Polizist Jochen O. (Name geändert) sagte in einer Verhandlung vor dem Landgericht Bielefeld im Frühjahr 2015, wo sich der zum Tatzeitpunkt Alkoholisierte wegen eines Raubüberfalls auf einen Kiosk im Bielefelder Westen verantworten musste: “Das war ein anderer. Mein Körper war da, mein Geist nicht”.

 

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6. Urnen im Erdreich

Auf dem Bielefelder Nicolaifriedhof kann die Asche von Verstorbenen seit 2012 in Urnen im Erdreich nahe eines Baumes anonym bestattet werden. Zur Auswahl stehen: Eiche, Lärche, Zierapfel, Robinie und Weißdorn.

 

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7. Hemdchenbeutel

Plastiktüten werden im Bielefelder Lebensmitteleinzelhandel beim Verkauf von unverpacktem Obst und Gemüse als Hemdchenbeutel sowie zur Verpackung lose verkaufter Backwaren zur Verfügung gestellt.

 

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8. Nur montags, Heiligabend und Silvester geschlossen

Die Kunsthalle (ehemals Richard-Kaselowsky-Haus) ist ein Ausstellungshaus für moderne und zeitgenössische Kunst in Bielefeld.

 

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9. Graffitti

Teils eingeritzt, teils mit Filzstiften aufgetragen, kann man auf der Aussichtsplattform Lutterquelle am 3. August 2013, 16.15 Uhr Folgendes lesen: IHR BLÖDEN SCHEISSKANACKEN, Rana (Herz), Laura (Herz), Enes (Herz), Gürke (Herz) ALLAHIM (Penis), Ailemi Kuruhu, Ömer (Herz), Ugur, HAKAN, IBO, DUMME TÜRKEN!

 

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10. Mediale Erscheinung

Der Musiker Pitti Weidenhof (NULLZWO) lebt in Bielefeld und tritt ausschließlich medial in Erscheinung.

 

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11. 3.200 qm

Der Skatepark Kesselbrink wurde nach 2-jähriger Bauzeit im Juni 2013 eröffnet und wird vom Turn- und Sportverein Einigkeit 1890 Bielefeld (TSVE) betreut.

 

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12. November

In jedem Jahr wird im November vor dem Neuen Rathaus ein Weihnachtsbaum aufgestellt.

 

Begleitend zur Ausstellung verfasste Prof. Dr. Anna Zika, Professorin an der FH Bielefeld Fachbereich Gestaltung, einen Text mit dem Titel:

Heimat? Welche Sterne?

Persönliches zu einem schwierigen Thema

Am 19. Januar 1945 schrieb die Mutter meiner Mutter ein einziges Wort in ihr Tagebuch: „Gepackt“. Die Familie rüstete damals nicht etwa zu einer Reise in den Wintersport, sondern zu einer Reise ohne Wiederkehr. Diese Reise führte durch Schnee und über Eis. Auf allen Vieren krochen meine damals fünfjährige Mutter und ihre Eltern über das zugefrorene „Frische Haff“, fuhren dann, wie Zehntausende weitere Ostpreußen, mit umfunktionierten Transportschiffen nach Dänemark, wo sie fast drei Jahre in einem Internierungslager verbrachten. Ende 1947 kamen sie in Westdeutschland an. Ich bin fast sicher, daß weder meine Großmutter, noch meine Mutter jemals das Wort „Heimat“ gebraucht haben. Weder als Ausdruck der Erinnerung an das „Land der dunklen Wälder“ noch als Sinn für die neue Existenz in einer Kleinstadt in Nordrheinwestfalen. Meine Mutter fühlt sich noch heute dort fremd und unwohl, wo sie geheiratet und mich zur Welt gebracht hat.

Meine andere Großmutter wurde in Ostpolen geboren. Das Dorf gibt es heute nicht mehr, einige Kilometer weiter verläuft die Grenze zur Ukraine. Ihre Familie wanderte nach Deutschland aus, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Das fand sie dort aber nicht. Im NS-Staat war meine Großmutter „der dreckige Polack“. Hätte mein (westdeutscher) Großvater sie nicht geheiratet, wäre sie wahrscheinlich deportiert worden. Auch diese Großmutter war wenig geeignet, mir beizubringen, was „Heimat“ ist, und mein Großvater hat wenig geredet. Ich bin also möglicherweise nicht die Richtige, um mich gehaltvoll zu „Heimat“ zu äußern. Allerdings erkenne ich Bilder, wenn ich welche sehe.

Ich betrachte die „Heimatbilder“ von Marcus Wildelau und ich betrachte mich dabei selbst, wie ich diese Bilder betrachte.

In Bielefeld arbeite ich seit 2001, und die meisten der Motive, die Marcus Wildelau fotografierte, sind mir aus eigener Anschauung bekannt. Einen Teil des Streckenabschnitts Hamm-Minden fahre ich jede Woche, und allein in der August-Bebel-Straße hatte ich nacheinander zwei meiner bisher insgesamt sechs Zweitwohnungen. Sie sehen schon, das will hier nicht so richtig meine „Heimat“ werden. Vielleicht denke ich deshalb immer wieder über diesen Begriff (und über Bielefeld) nach. Und es sind die Bilder von Marcus Wildelau, die mich erneut und ganz besonders dazu veranlassen: Disparat wirken die visuellen Eindrücke einzelner Orte, wie Flecken im Bewusstsein, wie Zutaten, zu denen mir auf Anhieb kein Gericht einfällt, wie Steine aus verschiedenen Steinbrüchen, aufgesammelt und zu nichts zusammengesetzt. Oder doch? Besteht Heimat vielleicht überhaupt nur aus lauter Versatzstücken? Oder aus diesen „gemischten Gefühlen“ („hier fühle ich mich gut“, „diesen Ort mag ich ganz besonders, weil…“, „diese Ecke hasste ich schon immer“)? Oder aus Versatzstücken UND den gemischten Gefühlen? Ist „Heimat“ eine Empfindung oder ein Wissen? Etwa: wenn ich dahin gehe (z.B. in eine gewisse Eckkneipe, in der ich meistens den „Vorspeisen-Teller“ bestelle), wird mir warm ums Herz und wohl im Bauch werden? Ich weiß, daß ich das dann fühlen werde. Ist „Heimat“ dieses Zutrauen in das Gelingen eines Aufenthalts oder einer Anwesenheit? Braucht „Heimat“ die Spuren solcher Anwesenheit (z.B. als Graffiti), damit wir sie wiedererkennen („Hier war ich schon einmal“)? Ein Wiedererkennen etwa, wie die Bilder von Marcus Wildelau es vermutlich bei Allen auslösen, die sie betrachten (einschließlich der „gemischten Gefühle“)?

Diesen Text schreibe ich im Urlaub, in einem Land, dessen Sprache ich kaum spreche. Ich bin schon zum dritten Mal hier und weiß, wo schöne Badestellen sind, und wo im Supermarkt die glutenfreien Produkte stehen. Das Haus und vor allem den verwilderten Garten dahinter mag ich sehr. Hier lese ich am liebsten. Eine zweite „Heimat“? Oder gar eine Dritte? Wie viele kann man überhaupt haben? Werde ich „heim“fahren, wenn der Urlaub in einer Woche vorbei ist?

Vielleicht stellen sich auf dieser Fahrt bereits wieder innere bzw. gedankliche Bilder von Bielefeld ein, Bilder die denen von Marcus Wildelau ähneln werden. Und vielleicht vermischt sich dann bereits meine Erinnerung an seine Bilder mit meinen eigenen Eindrücken, die ich abgespeichert habe. Irgendwann später kann ich das sicher gar nicht mehr auseinanderhalten. Und werde mich wieder und immer erneut fragen, was Heimat eigentlich ist. Und irgendwann fühle ich es vielleicht auch. Oder ich fühle, was es ganz sicher nicht ist. In jedem Fall trüge dann Marcus Wildelaus Arbeit ihren Titel zurecht.

Anna Zika, Mézos, August 2015

Heimatbilder Epilog

Heimatbilder Herforderstraße

Heimatbilder off the record